Krankheiten


Grundsätzlich

Zur allgemeinen Vorbeugung gegen Krankheiten ist Chinchillas während ihrer Ruheperiode grundsätzlich Ruhe zu gewährleisten, sowie stets auf einwandfreies Futter und Wasser sowie ausreichend Bewegung in Ihrer aktiven Zeit (durch Auslauf, Laufteller, etc.) zu achten.

Da Chinchillas bei uns nicht heimisch sind bedarf es bei ihnen (im Gegensatz zu Hunden oder Katzen) zu keinerlei Impfungen im Vorfeld vom Tierarzt.

Im Folgenden finden Sie einen kleinen Auszug möglicher auftretender Erkrankungen. Natürlich kann diese Liste noch um ein vielfaches erweitert werden.

Bei allen angeführten Erkrankungen sind selbstverständlich die Ursachen zu finden sowie eine nötige Behandlung zur schnellstmöglichen Genesung unverzichtbar.

Bevor ungewisse Selbstdiagnosen erstellt werden sollte selbstverständlich immer der erste Gang zu einem Chinchilla erfahrenem Tierarzt sein.

 

Krankheiten bestmöglich vorbeugen durch eine regelmäßige Gesundheitskontrolle

1.) Das Fell muss gleichmäßig dicht sein, weich und duftig (Stellen an denen das Fell fehlt können aufgrund etwaiger Pilzbefälle oder Bisswunden entstanden sein).

2.) Die Nagezähne müssen gelb-orange gefärbt sein, die unteren sind etwas länger als die oberen

3.) Die Augen sind klar und glänzend. Die Umgebung der Augen ist trocken und sauber (Augenausfluss und verschmutze Umgebung der Augen können auf eine Bindehautentzündung, Augenverletzungen oder Zahnanomalien hindeuten).

4.) Die Ohren sind sauber und mit glatten Ohrenrändern (besonders am Ohrenrand sind Bissverletzungen schnell möglich).

5.) Der After und die Schwanzregion sind sauber (nur bei starkem Durchfall oder unsauberer Haltung sind After- und Schwanzregion verschmutzt).

6.) Der Kot ist geformt, die Sitzbretter sind sauber (bei Durchfall werden die Kötteln platt getreten und kleben am Sitzbrett. Ist der Durchfall stärker, werden die Sitzbretter verschmiert).

 

Durchfall und Verstopfungen

Werden oben genannte Grundbedingungen nicht gewährleitet, kann es schnell zu stress- oder fütterungsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall oder Verstopfungen kommen.

 

Erkältungen

Chinchillas neigen bei Zugluft, zu hoher Luftfeuchtigkeit oder Stress zu Erkältungen, die sich durch Nasenausfluss und Schweratmigkeit äußern.

 

Krämpfe

Nicht selten sind Krämpfe, welche auf einen Kalk- oder Vitamin-B-Mangel sowie Stress zurückzuführen sind.

 

Ziegenrücken

Ein weiteres Alarmsignal ist ein deutlicher Buckel, der sogenannte Ziegenrücken, welcher auf schwere Erkrankungen bestimmter innerer Organe, aber auch auf Haltungs- und Fütterungsfehler hinweist. Die tierärztliche Behandlung ist sehr mühsam und kann mehrere Monate dauern.

 

Pilz

Wie auch bei anderen Nagetieren treten bei Chinchillas relativ häufig Erkrankungen der Haut und der Hautanhangsgebilde auf, die durch Pilze, Milben oder andere Ektoparasiten ausgelöst werden können.

 

Zahnanomalien

Wie bereits angesprochen treten bei fehlerhafter Fütterung (zu wenig Nagematerial und Heu) schnell Anomalien der Zähne auf. In einigen Fällen sind diese Anomalien angeboren, daher ist es unumgänglich vor allem Zuchttiere regelmäßig auf ein einwandfreies Gebiss zu überprüfen.

 

Bisswunden

Offene Wunden durch Bisse oder scharfe Kanten sollten sofort gereinigt werden, damit der Gefahr einer Wundinfektion bestmöglich entgegen gebeugt werden kann.

 

Verhaltensstörungen

Leider sind auch das Fellbeißen bei Artgenossen oder das Benagen des eigenen Fells sowie Bewegungsstereotypien bei Chinchillas des Öfteren zu beobachten. Die Ursachen hierfür sind in der Regel zu kleine oder überbelegte Käfige, Stress durch laute Geräusche, andere Haustiere oder Störungen der Schlafperioden, aber auch Langeweile bei einzeln gehaltenen Tieren. Wenn erst die Ursache der Verhaltensstörung erkannt und beseitigt ist, stehen die Chancen gut, dass sich das Verhalten des Tieres wieder normalisiert.


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