Ernährung

Wie bereits erwähnt, stammen Chinchillas ursprünglich aus den trockenen und vegetationsarmen Gegenden der Anden Südamerikas. Die wildlebenden Chinchillas dort ernähren sich hauptsächlich von getrockneten Gräsern, Kräutern, Blättern, Zweigen und Kakteen.

Ihren Flüssigkeitsbedarf decken die Tiere Großteils durch das Ablecken des morgendlichen Taus oder das Fressen wasserhaltiger Pflanzen ab.

Da sich der gesamte Verdauungstrat der Chinchillas in ihrer Heimat an dieses karge Ernährung angepasst hat, ist die meist zu gehaltvolle Ernährung der Tiere in Gefangenschaft nicht geeignet um die Tiere auf die Dauer gesund zu erhalten.

Chinchillas sollten also mit sehr karger, sprich faserreicher und dafür fett-, mineral- und vitaminarmer Kost ernährt werden. Sie sind dafür bekannt, einen sehr empfindlichen Verdauungsapparat zu haben.

Gerade bei der Fütterung der Chinchillas gehen die Meinungen vieler Züchter und Liebhaber stark auseinander. Grundsätzlich unterscheidet man in drei Fütterungsarten:

  • die PHW-Fütterung (Pellets, Heu & Wasser)
  • die naturnahe Ernährung (viel Frisches, Kräuter, Blüten, Blätter, Sämereien,… etc. meist ohne die Zugabe von Pellets)
  • den Mittelweg der beiden oben genannten Fütterungsarten (Pellets inkl. sämtlicher getrockneter Variationen an Heu, Kräutern, Blüten, Blättern,…etc., sowie selten bis gar kein frisches Futter)

Ich selbst ernähre meine Chinchillas nach dem letzten Prinzip (den Mittelweg zwischen der PHW-Fütterung und der naturnahen Ernährung) und habe mit dieser Ernährung seither nur gute Erfahrungen gemacht, wie zB gute Gewichtsentwicklungen der Jungtiere und gute Gewichte der ausgewachsenen Tiere, gesunde Tiere (kein Durchfall- oder Verstopfungen, keine Zahnanomalien, etc.), die Tiere fressen die angebotenen Variationen sichtlich gerne, keine Komplikationen bei der Futterumstellung von neuen Tieren, etc.
Weitere Gründe warum ich die beiden weiteren Fütterungsvarianten abschlage sind bei der PHW-Ernährung (Pellets, Wasser, Heu), dass diese in meinen Augen eine zu einseitige Ernährung ohne Abwechslung ist und bei der naturnahen Ernährung, dass diese meiner Meinung nach nicht ganz dem entspricht was ein Chinchilla in seinem natürlichen Lebensraum an Nahrung zu sich nimmt. Ich meine damit das viele Frischfutter der naturnahen Ernährung. Weiters gibt es keine Berichte über die Langzeitfolgen der Ernährung eines Chinchillas mit Frischfutter, da diese Fütterungsvariante noch nicht so lange praktiziert wird um wirklich alte Tiere mit dieser Ernährungsform vorzeigen zu können. (Im Vergleich: es gibt genug Tiere, die mit der einseitigen PHW-Ernährung über 20 Jahre alt geworden sind).

Als Grundnahrungsmittel erhalten meine Chinchillas täglich folgendes (jeweils so viel sie wollen):

  • spezielle Chinchilla Pellets (Berkel Goldkräuter)
  • hochwertiges Bergwiesenheu (zB Schwarzwaldheu, Timothee-Heu,… etc.)
  • viele verschiedene getrocknete Kräuter und Blüten (zB Brennesselkraut, Löwenzahn, Echinacea, Disteln, Topinambur, Dill, Sonnenhut, Gänseblümchen, Hibiskusblüten, Kamille, Kornblumenblüten, Malve, Melisse, Oregano, Rosenblüten, Ringelblumenblüten, Scharfgabenblüten, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerich,…)
  •  viele verschiedene getrocknete Zweige und Blätter (zB Apfelbaum, Birke, Birnenbaum, Erle, Haselnussstrauch, Heidelbeerstrauch, Johannisbeerstrauch, Linde, Pappel, Kirschbaum, Erdbeerblätter…)
  • frisches Trinkwasser

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